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Walter Wilhelm Ludwig Dahnke

 

Lebenslauf

  • geb. 23. März. 1890 in Parchim - gest. 24. Januar 1972 in Parchim
  • Sohn des Lehrers R. Dahnke
  • 1896-1905: Schüler an der Mittelschule in Parchim
  • 1905-1908: Schüler am Präparandum in Schwerin
  • 1908-1910: Lehrerseminar in Neukloster und Lehrer in Grabow
  • 1911-1956: Lehrer in Parchim (Mittelschule, Oberschule) mit Unterbrechungen durch 1. und 2. Weltkrieg
  • ab 1921: auch als Biologielehrer, weitere Lehrfächer: Zeichnen, Deutsch, Mathematik, Chemie, Physik, Sport, Englisch, Kurzschrift
  • ab 1926: pflanzengeografische Kartierungen in Westmecklenburg
  • 1927-1968: wissenschaftlich und publizistisch aktiv in Fachzeitschriften, Broschüren und Zeitungen auf den Gebieten Botanik, Mykologie, Geologie, Heimatkunde, Ornithologie
  • nach dem 2. Weltkrieg zeitweilig Berufsverbot wegen vorheriger Staatsnähe
  • 1935-1954 Kreis-Naturschutzbeauftragter im Kreis Parchim, in dieser Funktion regte er schon früh die Ausweisung von Naturschutzgebieten und Naturdenkmälern an
  • 1954-1961: Kreispilzsachverständiger
  • ab 1956: Rentner

 

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Dahnke, W. (1927): Beitrag zur Flora von Parchim und Umgebung. Archiv Freunde Naturgesch. Mecklenburg. NF
  • Dahnke, W. (1929-1935): Flora von Parchim und Umgebung. Archiv Freunde Naturgesch. Mecklenburg NF 4, 5, 7, 10
  • Dahnke, W. (1938): Zur Flora von Parchim. Zeitschr. M. 33, H. 2, S. 82-85
  • Dahnke, W. (1952): Der Sonnenberg. Parchim
  • Dahnke, W. (1954): Das Große Moor bei Darze, Krs. Parchim. Parchim
  • Dahnke, W. (1954): Drei mehrtägige Wanderungen durch den Kreis Parchim (Wanderkatalog). Parchim
  • Dahnke, W. (1954): Floristische Notizen aus dem südlichen Mecklenburg. Archiv Freunde Naturgesch. Mecklenburg
  • Dahnke, W. (1954): Geologie des Kreises Lübz. Parchim
  • Dahnke, W. (1954): Geologie des Kreises Parchim. Parchim
  • Dahnke, W. (1954): Spaziergänge und Wanderungen durch die Umgebung von Parchim. Kulturbund Parchim
  • Dahnke, W. (1954): Über heimatkundliche Arbeit und heimatkundliche Literatur im Kreise Parchim. Kulturbund Parchim
  • Dahnke, W. (1955): Das große Moor bei Darze. Parchim
  • Dahnke, W. (1955): Im Darzer Moor. Kulturbund Parchim
  • Dahnke, W. (1955): Flora des Kreises Parchim. Parchim
  • Dahnke, W., W. Zachow (1955): Die Mooster. Parchim
  • Dahnke, W., W. Zachow u.a. (1955-1956): Heimatkundliche Beiträge für die Hand des Lehrers. Parchim
  • Dahnke, W. (1955/56): Erster Beitrag zur Kenntnis der mecklenburgischen Pilze: Röhrlinge. Archiv Freunde Naturgesch. Mecklenburg S. 244-250
  • Dahnke, W. (1956): Flora der Lewitz. Parchim
  • Dahnke, W. (1957): Zweiter Beitrag zur Kenntnis der mecklenburgischen Pilze. Archiv Freunde Naturgesch. Mecklenburg S. 33 ff.
  • Dahnke, W. (1958): Dritter Beitrag zur Kenntnis der mecklenburgischen Pilze: Kremplinge, Schmierlinge, Schnecklinge und Ritterlingartige. Archiv Freunde Naturgesch. Mecklenburg S. 95-115
  • Dahnke, W. (1958): Seltener Pilz in Mecklenburg gefunden. Archiv Freunde Naturgesch. Mecklenburg S. 297
  • Dahnke, W. (1960): Zur Einwanderung von Galinsiga parviflora Cav. und Galinsoga ciliata (Raf.) Blake in Mecklenburg . Archiv  Freunde Naturgesch. Mecklenburg S. 83-101
  • Dahnke, W. (1961): Floristische Notizen aus Mecklenburg. Archiv Freunde Naturgesch. Mecklenburg S. 140-157
  • Dahnke, W. (1962): Zur Verbreitung der Iris sibirica L. in Mecklenburg. Archiv  Freunde Naturgesch. Mecklenburg S. 39-44
  • Dahnke, W. (1962): Zum Vorkommen von Corydalis claviculata DC. in Mecklenburg. Archiv  Freunde Naturgesch. Mecklenburg S. 45-48
  • Dahnke, W. (1963): Zum Vorkommen von Carex pendula Huds. bei Heiligendamm. Archiv Freunde Naturgesch. Mecklenburg S. 151
  • Dahnke, W. (1964): Der Sturmhutblättrige Hahnenfuß (Ranunculus aconitifolius L.) in Mecklenburg? Archiv Freunde Naturgesch. Mecklenburg S. 115-117
  • Dahnke, W. (1966): 10. Beitrag zur Kenntnis der mecklenburgischen Pilze: Myxomycetes (Schleimpilze). Archiv  Freunde Naturgesch. Mecklenburg S. 85-88
  • Dahnke, W. (1967/68): Neue kritische Flora des Kreises Parchim. Archiv Freunde Naturgsch. Mecklenburg
  • Dahnke, W. (1968): Pilzflora des Kreises Parchim. Natur und Naturschutz in Mecklenburg, Sonderheft

 

Quellen

  • Dahnke, W. (1992): Walter Dahnke - ein Parchimer Florist und Heimatforscher. Pütt 1, S. 45-48
  • Grewolls, G. (1995): Wer war wer in Mecklenburg-Vorpommern. Schwerin
  • Kaehlke, W. (1996): Parchimer Persönlichkeiten, Teil I, Parchim
  • Kintzel, W. (1996): Walter Dahnke - hei wier nich to verwesseln... Heimathefte für Mecklenburg-Vorp. H. 3, S. 46-48
  • Kintzel, W. (1999): Naturschutz in den neuen Bundesländern - ein Rückblick. Naturschutzarbeit in Mecklenburg-Vorpommern 42 (1) S. 56-57
  • Kintzel, W. (1999): Stiftung eines Walter-Dahnke-Naturschutzpreises. Naturschutzarbeit in Mecklenburg-Vorpommern
  • Schurig, B., R. Bütow (2001): Walter DAHNKE - sein Leben und seine mykologischen Verdienste. Botanischer Rundbr. Meckl.-Vorpommern 35, S. 9-12
  • Kintzel, W. (2001): Zur Geschichte der ornithologischen Forschung im Landkreis Parchim, Pütt S. 37-42
  • Feige, K.-D. (2002): Der Ornithologe Walter Dahnke. Mitt. Naturf. Gesellsch. Westmecklenburg 2, S. 93-105

 

W. Dahnke in Zitaten

“Die Heimat eines Menschen setzt sich rein äußerlich genommen zusammen: aus dem Grund und Boden, der alles trägt, aus den Pflanzen und Tieren, die daruf leben, und den Menschen, die dort wirkten und wirken. Kenntnisse aus den damit gekennzeichneten Gebieten, Erinnerungen mannigfaltiger Art verschmelzen miteinander zu einem Gesamtbild, das wir eben die Heimat nennen.”

 

“Über uns schweben Kraniche, schreien Gänse, und melodisch wie Glocken singen ferne die Schwäne “Die Flora eines Gebietes ist eben in dauerhafter Veränderung. Es verschwinden Pflanzen, es kommen neue hinzu. Es ist ein dauerndes Kommen und gehen.” “Nach stundenlangem Wandern verlassen wir das Moor. Am Rande der Stralendorfer Bauerntannen lagern wir und blicken träumen zurück auf das Moor.”

 

Zeitgenossen

W. Dahnke sen. war Schüler von Wilhelm Lübstorf (1834-1913), der sein botanisches Interesse weckte und ihm ein umfangreiches Herbarium hinterließ. Förderer, Kollegen: Prof. Dr. E. H. L. Krause (Rostock); Hans Wulf, W. Zachow, H. Kracht, K. Mussehl (alle Parchim) namhafte Schüler: W. Kintzel, J. Wulf, Dr. R. Doll, Dr. H. Henker, Dr. B. Ribbe, G. Schulze, Uwe Kant