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NGM lädt zum Vortrag ins Natureum Ludwigslust ein am 18.06.2019

04.06.2019

 

NGM lädt zum Vortrag ins Natureum Ludwigslust ein am 18.06.2019

 

Invasive Arten – eine reale Gefahr für die heimische Tier- und Pflanzenwelt und den Menschen?“

 

(Referent: Bernd Presch – Güstrow)

 

In Europa leben aktuell ca. 12.000 gebietsfremde Arten, die nach dem Jahr 1500 mit menschlicher Hilfe eingewandert sind. Von diesen müssen ca. 1600 als invasiv bezeichnet werden. Invasive Arten breiten sich sehr effizient aus, sind sehr konkurrenzstark und beeinträchtigen die heimische Tier- und Pflanzenwelt.  Bekannte Beispiele wären Waschbär, Marderhund, Wollhandkrabbe, Schmuckschildkröte und Riesen-Bärenklau. Aus Europa durch Siedler eingebrachte Wild- und Haustiere haben auf anderen Kontinenten eine Reihe von Arten zum Aussterben gebracht (Dodo, Streifenbeuteldachs, Graszaunkönig…). Die ökonomischen Schäden sollen sich europaweit auf jährlich ca. 12 Md. € je Jahr summmieren.

Die Europäische Union versucht mit einem europaweit einheitlichen Handeln bisher 49 dieser invasiven gebietsfremden Arten (invasive alien species) zu regulieren. Das Instrument des abgestimmten Handelns ist die Verordnung „Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten“ (IAS-Verordnung). Der Vortrag im Natureum wird über die in unserem Lande vorkommenden Arten, die der Regulierung durch diese Verordnung unterliegen, die Instrumente des Handelns, die Erfolgsaussichten von Prävention und Management informieren. Die im Ergebnis der Verordnung wirkenden Verbote haben auch Auswirkungen auf einzelne Organismen. Daher sollen auch Fragen des Tierschutzes und der Möglichkeit der Einbringung der Öffentlichkeit in die Diskussionsprozesse über die konkrete Ausführung des Managements weit verbreiteter Arten diskutiert werden.

Alle Interessenten sind herzlich am 18.06.2019 um 19.30 Uhr ins Natureum am Schloss Ludwigslust eingeladen. Der Unkostenbeitrag beläuft sich für Mitglieder der NGM auf 2 € und für Gäste auf 3 €. Die Teilnehmerzahl ist auf 50 begrenzt.

 

Text: Bernd Presch

 

Foto: Ob der Nandu auch zu den invasiven Arten gehört, wird noch diskutiert. Foto: B. Presch