Mecklenburg Vorpommern vernetzt
Link verschicken   Drucken
 

NGM lädt zum Vortrag ins Natureum Ludwigslust ein am 16.10.2018

04.10.2018

Streuobstwiesen: alte, gefährdete und schützenswerte Lebensräume – mit Informationen zu einem aktuellen Kartierungsprojekt der NGM

 

Referenten: Dirk Müller (Dreetz) & Uwe Jueg (Ludwigslust)

 

Eine besondere und außergewöhnlich hohe Artenvielfalt, Lebensraumstruktur und Historie der Landnutzung macht Streuobstbestände zu einem besonderen Kultur- & Natur-Gut in der Kulturlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns. Der Bestand an Streuobstwiesen, straßenbegleitenden Obstgehölzen und eindrucksvollen Obstsolitären ist leider seit Jahrzehnten rückläufig.

Besucher können sich auf einen breit gefächerten Themenabend freuen, der von historischen Aspekten zu Streuobst in M-V über Streuobst-Definitionen und Einblicke in (fast vergessene) Kulturtechniken zur Erhaltung von Streuobst sowie Sortenvielfalt bis hin zu Zwischenergebnissen einer aktuellen Erfassung der Biodiversität unter Federführung der Naturforschenden Gesellschaft Mecklenburg e. V. reicht.

Alle Interessenten sind herzlich am 16.10.2018 um 19.30 Uhr ins Natureum am Schloss Ludwigslust eingeladen. Der Unkostenbeitrag beläuft sich für Mitglieder der NGM auf 2 € und für Gäste auf 3 €. Die Teilnehmerzahl ist auf 50 begrenzt.

 

Text & Fotos: Dirk Müller (Dreetz)

 

 

Hintergrund: Seit ca. 10 Jahren hat sich in M-V ein starkes Streuobstnetzwerk (www.streuobstnetzwerk-mv.de) entwickelt. Ein aktuelles Kooperationsprojekt mit der NGM widmet sich der Erfassung möglichst vieler Artengruppen auf einer Streuobstwiese im Biosphärenreservat Schaalsee.

Wesentliche Ziele des Netzwerkes orientieren auf die Aufarbeitung und Präsentation von Datengrundlagen (z. B. Streuobst-online-Kartierung), die Erhöhung und Verbreitung des Wissens über heimische Sorten und ihrer Vermehrung, die Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung, die Umsetzung von Erhaltungsmaßnahmen und die Einführung von Förder-Richtlinien, die Erhöhung der wirtschaftlichen Attraktivität des Streuobstanbaus durch Erschließung von Verwertungs- und Vermarktungsmöglichkeiten. Der mangelhaften Pflege des noch vorhandenen Baumbestandes im Land soll durch die Förderung und Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen (z.B. jährliche Durchführung von Obstschnittseminaren) begegnet werden. Unterstützt wird die Arbeit durch die Internetplattform „Wegweiser Streuobst“ unter www.streuobstnetzwerk-mv.de mit wesentlichen Informationen mit Landesbezug und eine Streuobst-Wanderausstellung. Seit 2015 existiert zudem mit dem „Streuobstgenussschein® ein unabhängiges Finanzierungsinstrument (ökologisches Wertpapier) zum Erhalt und zur Mehrung von Streuobstbeständen (http://www.streuobstgenussschein.de/).

 

Foto: Moschusbock-Pärchen auf der Birnensorte „Frühe von Trevoux“